#337: Er hatte alle Pläne schon in der Schublade - Marias Geschichte (Club der mutigen Mütter)

Shownotes

Er hatte Notar, Wechselmodell und Betreuungsplan längst fertig in der Schublade – Maria hat nichts unterschrieben. Wie ihr Bauchgefühl sie gerettet hat, was das Wechselmodell mit ihren Töchtern gemacht hat und wie sie ins Residenzmodell zurückgekommen ist: Eine Folge, die zeigt, dass es auch anders laufen kann als in den Horrorstorys.

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Transkript anzeigen

00:00:00: Heute habe ich Maria zu Gast.

00:00:03: Maria ist Clubmitglied im Club der mutigen Mütter und wird dir heute ihre Geschichte erzählen.

00:00:10: Hallo, Maria!

00:00:11: Schön, dass du da bist.

00:00:13: Hallo Heili.

00:00:15: Maria, stelle dich doch erst einmal unseren Zuhörerinnen vor wie alt du bist, wie viele Kinder du hast und seit wann du jetzt mittlerweile getrennt bist von deinem Toxischen Ex?

00:00:28: Genau, ich bin anfangvierzig.

00:00:31: Wir sind jetzt seit drei Jahren getrennt.

00:00:33: Genau, ich habe zwei Mädels die sind dreizehn und sechzehn.

00:00:38: Ja genau.

00:00:40: Drei Jahre, drei Jahre jetzt getrenn?

00:00:42: Wart ihr feiratet?

00:00:44: Ja!

00:00:45: Okay also das heißt da steht die Scheidung noch an.

00:00:48: Ja, genau.

00:00:49: Die ist noch nicht durch.

00:00:50: Gut gut.

00:00:51: Also drei Jahre zurück.

00:00:52: Da war die jüngste zehn und die älteste treizehn.

00:00:58: Ein heißes Alter für die Kinder.

00:01:00: oder

00:01:01: Ja, wir kriegen halt schon ziemlich viel mit und mischen mit oder bilden

00:01:06: sich ihre Meinung.

00:01:07: Und so das ist immer noch nicht alles.

00:01:11: ganz einfach aber genau.

00:01:14: Sag mal erzähl doch mal wie es zu der Trennung kam.

00:01:18: wann hast du gemerkt?

00:01:20: ich weiß jetzt ich nehme jetzt einfach mal voraus oder schick vorauss Hast Du dich getrennt?

00:01:25: Oder hat er sich getrennet?

00:01:27: Ja, das kann man eigentlich so ganz genau bei uns tatsächlich gar nicht so richtig sagen im Nachhinein.

00:01:32: Es war schon vor sechs, sieben Jahren irgendwie schwierig und wir haben dann tatsächlich auch mal eine Parttherapie versucht.

00:01:40: Wir haben uns allerdings auch dazu geraten, dass wir zur Trennungsberatung wiederkommen.

00:01:45: Das war schon etwas skurril.

00:01:48: Und dann hatten wir uns zusammengesetzt und haben überlegt, dass das alles nix nerviert.

00:01:53: Ich glaube ich weiß gar nicht ob ich den Absprung so gut gekriegt hätte.

00:01:58: Weil ich ja tatsächlich immer noch im Kopf hatte, das muss irgendwie alles gehen.

00:02:01: Das kann jetzt nicht gewesen sein.

00:02:03: Das war bei mir der vorherrschende Gedanke in der Zeit.

00:02:07: Genau!

00:02:09: Dann haben wir ein Jahr rumgedockt dort und dann haben wir uns hinterher zusammengesetzt.

00:02:15: Ja, ging das eigentlich tatsächlich fast eher von ihm aus.

00:02:17: Da hat er gesagt, da soll jetzt die Erschaltung... Genau, im Nachhinein habe ich damit gekriegt dass er in diesem halben Jahr sich aber schon eine Parallelwelt aufgebaut hatte und dann glaube ich den perfekten Zeitpunkt hatte um abzuspringen.

00:02:32: Aber jetzt will ich nochmal kurz vorweggreifen.

00:02:35: Jetzt so diese Entwicklung.

00:02:39: Das hört sich erst einmal auch nach einer ganz normalen Trennung an.

00:02:43: Also, dass Paare sich auseinanderleben man noch mit paar Therapeuten versucht da noch etwas zusammenzukitten und das man dann noch daran arbeitet.

00:02:53: ich meine, dass du jetzt danach dann auch erfahren hattest, dass der schon da jemanden an der Seite hatte, jemand Neues.

00:03:01: Aber wie hat sich denn eure Beziehung eigentlich dargestellt?

00:03:06: Du hattest gesagt, es hat schon vor sechs, sieben Jahren angefangen schwierig zu werden.

00:03:11: Wie lief eure Beziehen damals?

00:03:14: Woran hast du festgestellt?

00:03:16: jetzt zum Beispiel dass das so nicht richtig läuft?

00:03:21: Wie hat er sich dir gegenüber verhalten oder in der Familie?

00:03:25: Ja ich glaube, das war einfach immer ganz viele Vorwürfe kamen also... Mit den Kindern, das war einfach ... Die waren nahe beisammen.

00:03:33: War eine megastressige Zeit, er hat mega viel gearbeitet.

00:03:36: Ich war da ja schon praktisch alleine zuständig sozusagen für alles und dann kam halt immer ... Ja ich sag mal, das waren immer so Sachen wie... Du hast gerade Zeit mehr für mich!

00:03:47: Ich bin auch noch da und ich irgendwie abends immer auch dachte, ich möchte jetzt irgendwie grad gar nichts mehr.

00:03:52: Ich möchte auch nicht mehr berührt werden zum Beispiel oder so, weil ich hab die ganzen acht Kinder an der Beine gehabt Und so, und ja dann auch Sätze kamen.

00:03:59: Du hast auch Pflichten als Ehefrau und das hätten wir eigentlich von Warnung sein sollen irgendwie ne?

00:04:07: Ja also sehr viele Vorwürfe und aber auch so sehr viel auch in die Richtung dass es ihm nicht gut geht mit mir

00:04:17: Also eher in deren... So aus einer Anspruchshaltung heraus?

00:04:21: Ja genau Aber alles ist so auf eine... Ersagt mir das alles auf eine sehr nette Art, glaube ich versucht zu verkauften und dass er irgendwie ganz viel Rücksicht nimmt.

00:04:31: Und das dabei im Moment gar nichts hinzugekommt.

00:04:35: Also er hat so ein bisschen sich in eine Opferrolle rein manövriert ohne irgendwie hilfreich zu sein oder selber mal was zu verändern.

00:04:46: Das war irgendwie...

00:04:48: Und du hattest dann, also wenn ich mir das so jetzt mal ein bisschen auseinander dividiere.

00:04:53: Also er macht dir Vorwürfe, er erinnert dich an deine Ehefrauenpflichten ist aber dabei immer noch sehr ruhig oder...

00:05:06: Ja, genau das konnte der gut.

00:05:08: Also so eher hattest du dich damals schon damit auseinandergesetzt?

00:05:13: Hast du da eher tatsächlich bei dir selbst die Schuld gesucht oder hast du gedacht okay jetzt wie kommt er denn jetzt darauf als mit dem schräg?

00:05:23: und hast einmal recherchiert?

00:05:25: Ne, tatsächlich gar nicht.

00:05:27: Da hatte ich die Idee noch gar nicht.

00:05:28: Ich hab eigentlich nicht genau... Ich bin selber losgelaufen und habe an mir gearbeitet Hab gedacht irgendwie andere kriegen das auch hin.

00:05:34: Warum krieg' ich das nicht hin?

00:05:35: Und was ist bei mir verkehrt?

00:05:36: Und er hat ja auch recht.

00:05:39: Also so dieser ganze Film ist bei mei einmal komplett abgespult.

00:05:43: Ich hab das tatsächlich zu dem Zeitpunkt eigentlich gar nicht hinterfragt.

00:05:48: Ja, ich glaube dass würde tatsächlich jeder Frau so gehen Weil das ja... Also, da würde ich echt jetzt mal die Hand ins Feuer legen und sagen.

00:06:01: Der würde tatsächlich jede Frau erst mal denken okay, er hat ja recht und ich bin wirklich nur noch fertig oder müde.

00:06:09: und was kann ich jetzt da tun damit ich wieder die frische Frau von früher werde?

00:06:15: Was auch immer?

00:06:16: Ja genau

00:06:18: Okay, ihr habt euch dann getrennt.

00:06:20: Wart ihr tatsächlich bei einer Trennungsberatung?

00:06:24: Habt ihr das auch gemacht?

00:06:25: Nein, tatsächlich nicht.

00:06:28: Wie lief denn die Trennung an sich ab?

00:06:33: Eigentlich wurde es damit so richtig schlimm.

00:06:36: Er hatte alle Pläne in der Schublade und ich war noch ein bisschen naiv unterwegs wenn man das überhaupt sagen darf Vertrauend.

00:06:46: Ich glaube, vertraut und lasse dann noch.

00:06:47: Ja,

00:06:48: genau irgendwie habe ich noch gedacht das lässt sich irgendwie alles auch gut regeln und so und er hat aber schon alle Pläne in Erschublade wollte dass ich irgendwelche Sachen unterschreibe hatte schon notar irgendwie

00:06:59: Tatsächlich Aussicht

00:07:01: gespelt dener da irgendwie schon hätte Und hat auch schon gesagt wie wir die Kinder betreuen und ja wir dann jetzt was das nächste halbe Jahr läuft damit es dann alles schnell geregelt wird und Dann geht's auch allen gut.

00:07:15: Das war schon eine Nummer, also...

00:07:17: Dass du auf einem Maximal gefährlich hast.

00:07:20: Zu dem Zeitpunkt hast du das gemerkt?

00:07:22: Dass du das gespürt, dass da was nicht richtig ist

00:07:26: oder

00:07:26: warst du da noch...?

00:07:29: Es ist ja ein Unterschied.

00:07:30: Ja

00:07:30: es war so einen Zwischenging mittlerweile.

00:07:33: Also ich habe schon gemerkt, so richtig fühlt sich alles überhaupt gar nicht richtig an.

00:07:38: Das hatte ich dann schon gemert.

00:07:40: aber man ist auch Ja, wie in so einer neuen Welt war ich auf jeden Fall.

00:07:46: Und man macht das ja jetzt auch nicht alle Tage?

00:07:49: Genau!

00:07:49: Ich habe mich dann noch zu seinem Anwalt mitschleppen lassen.

00:07:51: So nach dem Motto, da können wir mal gucken ob wir das mit der Scheidung irgendwie mit einem Anwält regeln können.

00:07:57: und

00:07:58: was da gesagt wurde, da war dann ganz klar es geht gar nicht.

00:08:02: Wir hatte dann auch ein Bekanntheit, ich immer einen empfohlen und den hab' ich mich dann barat da beraten lassen und genau bin damit im eigenen Anwaltung sofort eingestiegen mir erst mal Handlungsanweisungen geben, was ich zu tun und zu lassen habe.

00:08:16: Okay gut also du hattest zu dem Zeitpunkt auch noch nichts unterschrieben?

00:08:19: Was dein ex wollte?

00:08:21: Nein gar nicht.

00:08:22: Also das ist genau...

00:08:25: Also da hat doch alles.

00:08:26: also also mal jetzt mal Maria ganz im Ernst!

00:08:30: Da hat dein Bauchgefühl rechtzeitig

00:08:35: halt

00:08:35: gemacht Du hast nichts unterschwieben Und der Besuch, der gemeinsame Besuch bei seinem Anwalt hat dir klar gemacht so funktioniert es nicht.

00:08:48: Kannst du dich noch erinnern was das konkret war wo du dann gemerkt hast ne mit einem gemeinsamen anwalt geht es nicht.

00:08:55: oder war die andere Anwaltung so offen und hat dann gesagt nee da sollten wir tatsächlich getrennt machen?

00:09:03: Ja erst mal fand ich das so spekt ehrlich gesagt dass in dem Raum wir uns getroffen haben dass praktisch mein Ex und der Anwalt auf der einen Seite saß, und ich auch der anderen.

00:09:14: Das fühlte sich für mich schon schräg an.

00:09:18: Obwohl ich ja wusste, dass er ja schon mit ihm gesprochen hatte.

00:09:21: Und dann kam aber auch so Sachen... Ja man kann über alles sprechen!

00:09:25: Man kann alles so regeln wie es für alle passt.

00:09:28: Man kann über Alles sprechen nicht ist in Stein gemeißelt.

00:09:31: Und dann wurde das Beispiel genannt, Versorgungspunkte.

00:09:34: Auch darüber könnte man reden.

00:09:35: Man müsste das nicht so machen wie das vom Gesetz vorgesehen ist.

00:09:38: auch Darüber könnte man es machen und wir hatten ja ganz klar abgesprochen in unserer Ehe dass er arbeiten geht und ich solange die Kinder klein sind auch zu Hause bleiben.

00:09:48: Er wollte nie, dass sich arbeiten gehe.

00:09:49: Ich habe das irgendwann wieder angefangen von mir aus.

00:09:52: Er wollte das aber nie.

00:09:53: Also da hab ich ganz klar gesagt über Versorgungspunkte diskutiere ich definitiv nicht.

00:10:01: Der ist schon eingenordet und das wird nicht funktionieren.

00:10:04: Okay,

00:10:05: also der Rechtsanwalt wollte dich über den Tisch ziehen?

00:10:09: Ja oder weniger?

00:10:11: Genau im Nachhinein weiß ich das gar nicht so genau weil wir haben ja viel miteinander zu tun in verschiedenen Verfahren und mittlerweile glaube ich dass er mich vielleicht auch nur warnen wollte aber weiß ich auch nicht genau.

00:10:22: Aber an dem Punkt war auf jeden Fall klar, ich brauche einen eigenen Anwalt Und für mich war das klar

00:10:29: Ja, es ist spannend.

00:10:30: Es ist spannend und ich bewundere wirklich, dass da dein Bauch... Dass du auch vor allen Dingen deinen Bauchgefühl sofort gefolgt bist.

00:10:38: Wenn man sich nämlich nicht so unbedingt mit dem Thema Versorgungspunkteausgleich auskennt, ja?

00:10:44: Weil ich zum Beispiel in meiner eigenen Ehe die ich vor dem Vater meines Ex hatte, mit dem ich nie verertet war, also vor dem Vater meines Kindes Also vor meinem

00:10:58: Ex

00:10:59: war ich schon mal verheiratet.

00:11:00: Und wir haben uns tatsächlich nur einen gemeinsamen Anwalt gegönnt, da war auch soweit alles klar und da wurden auch Versorgungspunkte zugunsten meines damaligen Mannes verteilt.

00:11:14: Das war für mich okay aber ich hatte ehrlich gesagt zu dem Zeitpunkt gar nicht so umrissen was das tatsächlich jetzt bedeuten würde, weil ich es auch dann egal ob das zu seinem Vorteil und zu meinem größeren Nachteil gewesen sein sollte.

00:11:28: Das war für mich okay dass er da diese Punkte bekommt ja aber so richtig umrissen habe ich das damals nicht.

00:11:36: also umso besser wirklich Dass du gerade bei so einem Thema dann hellhörig geworden bist.

00:11:43: Also da muss das noch nicht mal um die Kinder gegangen sein.

00:11:46: Was sagt denn dein?

00:11:47: Was hat in deinem Extra gewollt, was die Kinder anging?

00:11:52: Ja wir sind eigentlich relativ nachdem wir die Trennung sozusagen ausgesprochen haben und auch den Kindern Bescheid gesagt haben.

00:11:58: Genau oder er hat gesagt Wir machen wirklich einen Wechsel.

00:12:01: Also das war natürlich klar... Wieso

00:12:03: überrascht mich das jetzt?

00:12:06: Das überraschte ich ja jetzt überhaupt nicht!

00:12:08: Ich habe dann auch nur gesagt wie willst du es machen?

00:12:11: Sind die Männer die ganze Zeit immer weg gewesen Immer gearbeitet, vollzeit wahrscheinlich mit plus Überstunden.

00:12:21: Kaum zu Hause und auf einmal geht ein Wechselmodell?

00:12:25: Ja.

00:12:27: Das Abgefahrene tatsächlich war was mich richtig wütend gemacht hat und dann auch noch mal so einen Punkt war glaube ich wo ich ausgestiegen bin das aus dem Gedanken ausgestigen bin dass es irgendwie gut zu regeln ist.

00:12:38: alles war dass er gesagt hat wie er das dann manage dass er Stunden reduziert hat dass es kein Problem ist.

00:12:46: Er könnte in der Woche, wo er die Kinder hat eine halbe Stelle arbeiten und könnte die andere Woche dann vollarbeiten.

00:12:51: Und genau.

00:12:52: Und dann kommt da Pima darum keine Ahnung, woraus.

00:12:56: Ich weiß halt, das wir immer die Jahre davor immer darüber gesprochen haben, dass das Sinn macht, dass er Stunden reduziert für seine eigene Gesundheit und auch dafür, dass ich einfach mehr arbeiten kann.

00:13:05: Das war nie möglich.

00:13:08: Da gab's tausend Gründe warum das nicht möglich ist und auf einmal hatte der zehn Stunden weniger.

00:13:13: Ja, klar.

00:13:14: Weil es jetzt ja auch um... was bei sich, ´thausendfünfhundert´, zwei tausend Euro monatlich unterhalt geht oder?

00:13:22: Ja und ich glaube

00:13:22: es ist möglich.

00:13:23: Und dann

00:13:24: ist auf einmal das mögliche.

00:13:25: Er möchte der gute Vater sein, er möchte als Kümmerer dastehen und der seine Pflichten als Vater übernimmt.

00:13:35: Ja, ich bin da skeptisch obwohl ich ihn nicht kenne.

00:13:46: Also wenn die gleich aus dem Laming, da hatte der ja schon ein Infobespräch.

00:13:51: Er gesagt okay jetzt was erwartet mich?

00:13:53: Wenn ich mich jetzt trenne?

00:13:59: Ja, da hatte der sich schon informiert.

00:14:00: Da war er vorbereitet und dein Bauchgefühl hat dich tatsächlich gerettet.

00:14:06: Und dann, wann fing die erste Verhandlung an?

00:14:10: Du hast sie dann Anwalt genommen... Was für ein Zeithorizont gab es denn?

00:14:16: Das

00:14:17: ging erst mal mit den Anwälten nur um eine Scheidungsvereinbarung.

00:14:22: Mehr war erstmal nicht!

00:14:23: Wir sind auch in diese wöchentliche Dinge eingestiegen weil ich naiv bin.

00:14:28: Dann halt war gutgläubig, vertrauensvoll wie auch immer.

00:14:31: Dacht okay wenn er sich die Zeit nimmt dann ist es vielleicht auch gut für die Kinder und

00:14:36: so

00:14:37: genau irgendwie noch gedacht hat dass das ja vielleicht wirklich eine gute Lösung ist.

00:14:41: Und dann hat sich aber rausgestellt dass die Kinder sehr gelitten haben.

00:14:45: ich habe ihn dann gebeten dass wir das nicht mehr machen und Das Es war zu der zeit mit kleine wohnung in der nähe frei wo ich gesagt habe geht doch erst mal dahin und dann können die kinder ja erstmal Hingehen wie und wo sie wollen, aber dass die einen Ruhrpol wieder haben.

00:15:02: So dass ich einfach grundsätzlich da bin.

00:15:05: Das ging alles gar nicht natürlich.

00:15:08: Die dann müssen dadurch das ist jetzt so, das funktioniert nicht anders und was machen wir so?

00:15:13: Und dann habe ich losgegangen zur Beratungsstelle.

00:15:17: tatsächlich weil ich auch nicht mehr so richtig wusste, was sich jetzt machen sollte und die hat uns dann irgendwie zusammen eingeladen, es hat aber dann immer verweigert Genau.

00:15:29: War das dann eine Beratungsstelle, war es eine normale öffentliche oder war das vom Jugendamt schon?

00:15:35: Nee tatsächlich war das so eine ganz normale öffentlichen.

00:15:39: Das nächste was ich irgendwie greifen konnte irgendwie.

00:15:41: Ich glaube da hab' ich auch gar nicht so... Da habe ja noch gar nicht strategisch gedacht.

00:15:45: Das kam dann erst viel später genau.

00:15:48: Ja

00:15:48: also man versucht das ja jetzt erstmal mit ganz normalen Mitteln.

00:15:52: Ja das war ja auch emotional.

00:15:55: war ich auch tatsächlich total durch.

00:15:57: Also, ich musste immer eine Woche auf meine Kinder ja tatsächlich verzichten und... Ich hatte das nie!

00:16:03: Und in dieser Zeit habe ich auch nichts von den Kindern gehört.

00:16:06: Man war wie abgeschnitten und ich fand es richtig, richtig schlimm.

00:16:11: Ich glaube, ich hab in diesem ersten Jahr der Trennung zehn Kilo abgenommen, zehn, fünfzehn Kilo, weil ich einfach in der Zeit, wo die Kinder ... also ich konnte einfach gar nicht essen und schlafen.

00:16:21: Das war wirklich ne schlimme Zeit.

00:16:23: so Einfach die Art und Weise, wie das geregelt war.

00:16:26: Ich glaube man kann auch eine Woche ohne Kinder gut klarkommen, aber nicht so... Wie das Atmosphäre

00:16:33: dann läuft.

00:16:33: Also es ist ja ein Unterschied für die

00:16:35: Kinder mit.

00:16:37: Wir haben denn die Kinder überhaupt darauf reagiert?

00:16:39: Jetzt ist es ja so!

00:16:41: Du kennst ja meine Haltung zum Wechselmodell.

00:16:44: Und je kleiner die Kinder sind umso schwieriger ist das.

00:16:50: den Vorteil, dass sie zu dem Zeitpunkt schon zehn und dreizehn waren.

00:16:56: Und dadurch halt auch mehr Möglichkeiten haben von ihrer Reife her mit einer solchen geänderten Situation umzugehen.

00:17:04: Aber was war für die Mädchen am schlimmsten?

00:17:08: Was hat da nicht funktioniert?

00:17:09: Wieso haben die so gelitten?

00:17:12: Ich glaube das Schlimmste war, dass auf einmal der Alltag komplett anders war.

00:17:19: Also er hatte ja gar nichts im Griff.

00:17:20: Also er wusste weder Zeiten, er hatte keine Taktung.

00:17:26: Man weiß ja, wann man morgens aufsteht damit dann alle auch mit vollem Magen und voller Schultasche aus dem Haus gehen müssen, damit sie pünktlich in der Schule sind.

00:17:33: aber er hatte das gar nicht.

00:17:35: Er hat einfach von null auf hundert losgelegt und hatte keinen Plan für nichts.

00:17:39: Das heißt die Kinder waren mega gestresst weil sie vielleicht verschlafen haben, weil sie nicht wussten was gibt es denn jetzt zum Frühstück?

00:17:46: Ist meine Tupperdose fertig sich gegenseitig an Sport-Sachen erinnert haben.

00:17:52: Nachmittagstermine ausgefallen sind, weil sie nicht rechtzeitig aus dem Haus sind.

00:17:56: Arzttermine verschwitzt wurden, weil die stattdessen ins Schwimmbad gefahren sind aber dann erst abends um neun Uhr mitten in der Woche zurück kam und also ja dann auch irgendwie gemeint.

00:18:05: Er müsste natürlich erstmal der Spaßpapa sein und man muss gar nicht so viele Termine haben.

00:18:09: Man kann noch einfach machen was man will und hat einfach diese komplette Alltagsstruktur, Freizeitstruktur also wirklich über einen Haufen geworfen.

00:18:18: Da ist kein Stein über dem anderen geblieben und natürlich... Also dafür sind die noch jung genug dass sie das nicht haben können.

00:18:28: Ja das kann ich auch voll verstehen gerade wenn die ja schon auf ein Alltag seit zehn bzw.

00:18:33: dreizehn Jahren kennen.

00:18:35: Und die Struktur und das ist ja auch das was Stabilität vermittelt?

00:18:40: Das hält, das gibt Sicherheit Genau, eine Woche war's da.

00:18:44: Die andere Woche war es weg.

00:18:47: Haben die Kinder selber was sie am Vater gesagt?

00:18:52: Ja der hat hier relativ früh eingestielt.

00:18:56: Also ich hab tatsächlich relativ früh mit... Ich sag jetzt mal Beeinflussung zu tun gehabt und die haben sich immer sehr loyal verhalten.

00:19:06: Die haben geglaubt das muss so sein.

00:19:08: Der Papa kann sehr überzeugend sein.

00:19:12: Also erklärt sehr gut, was richtig und was falsch ist.

00:19:16: Was für ihn

00:19:17: richtig und für ihn falsch ist?

00:19:19: Genau!

00:19:21: Und überträgt das dann und ist da sehr überzeugend.

00:19:26: Da haben die sich glaube ich auch so ein Stück weit daran orientiert tatsächlich.

00:19:30: Ich glaube sie wollten auch dass es funktioniert.

00:19:34: Weißt du bei Ben Kinder jahrelang keinen anwesenden Vater hatten unter der Woche im Alltag.

00:19:45: Also, der abends mal da ist beim Abendessen und dann auch vielleicht eine halbe Stunde vorm Zubett gehen Und ich kann mir vorstellen dass dann auf einmal so eine Trennung ganz viele Sehnsüchte der Kinder dann auch bedient Dass sie endlich mehr von ihrem Papa

00:20:08: haben Und

00:20:09: wenn der natürlich dann noch erzählt, ja die Mama hat immer die ganze Zeit dafür gesorgt.

00:20:13: Dass ich nicht so viel Zeit mit euch verbringen darf oder die will das jetzt auch immer noch?

00:20:18: Also wenn dann ein Mann sowas noch sagt, dann bedient er genau dass es jetzt richtiger ist weil sie jetzt viel Zeit haben wie dir.

00:20:27: Papa und die Väter haben ja eine wichtige Rolle im Leben von Mädchen als ersten

00:20:33: Mann

00:20:34: und Sie haben eine verdammt wichtige Rolle in dem Leben von Jungen.

00:20:39: Da geht's hin, das heißt es ein Mann zu sein.

00:20:42: Und deshalb kann man sich den Kindern da überhaupt nicht verdenken vor allen Dingen in dem Alter, indem deine Mädchen damals waren.

00:20:49: Ja

00:20:50: also mir war das jetzt wichtig überhaupt auch einmal zu sehen wie es deinen Kindern damals ging.

00:20:56: Wie haben die denn damals überhaupt die Trennung aufgenommen?

00:20:58: Waren die überrascht oder hatten sie sowas schon Erspürt oder geahnt?

00:21:05: Also die große War tatsächlich sehr überraschend Die war richtig entsetzt, tatsächlich auch.

00:21:14: Die Jüngere war da ein bisschen abgebrühter in ihrer Reaktion, sag ich jetzt mal.

00:21:19: Also ein bisschen ruhiger so... Aber die Große ist auch mehr dass sie auch mehr nach außen tendiert und sich gerne mit anderen Menschen umgibt und dann viel bei sich ist.

00:21:34: Jüngere, die ist auch so sehr ... geht zu mehr in den hochsensiblen Bereich.

00:21:38: Die kriegt viel atmosphärisch mit.

00:21:40: und genau hatte eine Freundin, wo sich die Eltern vor einem Jahr getrennt hatten.

00:21:44: Sie war mit dem Thema auch schon ein bisschen vertraut, hat sie da das irgendwie mitgekriegt wie es da läuft?

00:21:49: Mit allen positiven oder negativen Beispielen.

00:21:52: Und ein großer hatte glaube ich keine Berührungspunkte bisher damit.

00:21:56: Die war tatsächlich sehr entsetzt ja.

00:22:00: Ja, das ist schon schwierig!

00:22:03: Das ist schon schwierig auf jeder Ebene.

00:22:06: Jetzt hattest du gesagt, jetzt habt ihr da ... Du hattet seinen Beratungstermin in dieser ersten Trennungszeit im ersten Jahr nachdem du festgestellt hattes das es mit dem Wechselmodell nicht mehr funktioniert und er hat das blockiert.

00:22:20: Er ist da nicht mitgegangen.

00:22:23: Und vorher gab's hauptsächlich Diskussion zwischen den Anwälten.

00:22:29: Wann ging es warum zum ersten Mal ins Gericht?

00:22:34: Genau.

00:22:35: Ich habe das dann nochmal.

00:22:36: tatsächlich, als ich diesen ersten Versuch abgeblockt hab, habe ich gedacht es geht also ist einfach nicht machbar.

00:22:42: wie irgendwas muss passieren.

00:22:44: und dann bin ich angefangen ein bisschen strukturiert hat zu werden, habe gesagt okay, dann gucke ich mal mit wem das Jugendamt, wie das läuft?

00:22:50: Mit wem was zusammenarbeitet?

00:22:52: Hab dann die machen dass man mich extern, habt die Beratungsstelle da kontaktiert und den Termin über die Anwälte kommunizieren lassen und daraufhin hat sein Anwalt ihn, glaube ich dazu gezogen zu diesem Beratungsgespräch zu gehen.

00:23:07: Und da haben wir uns tatsächlich auch einmal getroffen.

00:23:10: das ist aber dann so desaströs für ihn gelaufen dass er gesagt hat, da setzt er keinen Fuß mehr hin weil die ihn ganz schön auseinander genommen hat.

00:23:18: Was hat ihr denn zu ihm gesagt?

00:23:20: Erzähl doch mal!

00:23:22: Ja also es war schon so, dass sie auch mit der neuen Partnerin und wie das alles drum ganz schnell irgendwie auch wieder als Familie tituliert wurde und der Urlaub sollte stattfinden, ohne dass ich irgendwie wusste, wer jetzt wo mit wem hinfährt.

00:23:37: Und ich hatte den abgetreten.

00:23:39: also bin ja am Anfang von ganz vielen Sachen einfach zurückgetreten weil ich einfach nicht konnte, mich kämpfen konnte.

00:23:44: und dann ist er irgendwie diesen Urlaub gefahren nur so eine rein raus die andere rein.

00:23:50: Und ja, und da ist sie ziemlich doch ziemlich drauf angestochen die Berater sind.

00:23:54: Und hat gesagt dass das halt alles gar nicht geht und dass er mir das mitzuteilen hat.

00:23:58: Ich höre schließlich die Mutter der Kinder und was er aufpassen soll, dass ihm das Ganze nicht um die Ohren fliegt wenn er das jetzt alles so forciert.

00:24:05: Ja also hat dann irgendwie ein paar Sachen einfach auch gesagt und wir war schon völlig klar, dass der da hin geht.

00:24:13: Und du wusstest es auch zu dem Zeitpunkt gar nicht, weil dass ich sowas sagen würde?

00:24:16: Nein, das

00:24:18: war tatsächlich unser allerallererstes Erstgespräch.

00:24:20: Also ich war da auch vorher nicht gewesen und hatte nur einen Termin ausgemacht.

00:24:25: Kudos an solche Berater die ganz beherzt da auch ganz klar tachelndes reden.

00:24:31: Aber hat halt den Nachteil dass der dann danach nicht mehr will?

00:24:35: Genau!

00:24:35: Dann nullerhalte mich wirklich.

00:24:37: Und dann habe ich lange hin- und herüberlegt und hab dann bin dann, bin ich tatsächlich, hab das Verfahren eröffnet Weil nicht mehr tragbar war.

00:24:49: Wie lief dann diese erste Verhandlung?

00:24:52: Was kam dabei heraus?

00:24:55: Die erste Verhandlung war eigentlich nur die Anweisung vom Richter zur Beratung zu gehen.

00:25:00: Also doch!

00:25:02: Ja und das hat dann auch zwei, drei Mal geklappt und dann war wieder irgendwie alles verkehrt.

00:25:10: und der nächste Verhandlungsdings wurde viel erzählt und gemacht und getan.

00:25:19: Das war auch eine richtig gute Beraterin, das war eine andere aber eine richtig guter auch, der hat es sehr schnell gecheckt, dass er viel redet, viel Opfer spielt, aber im Endeffekt überhaupt nicht in Zandeln kommt.

00:25:31: Und genau das war dann beim zweiten Verhandlungstag bei dieser zweiten Ver Handlung dann Thema, das waren halbes Jahr später.

00:25:42: Da war da irgendwie nochmal wie wichtig das ist Kommunikation und Kooperation im Wechselmodell, dass das A und O ist.

00:25:50: Und dafür Beratung nötigsteil.

00:25:52: Der Lichter war auch knallstreng, sage ich jetzt mal.

00:25:58: Wenn das Modell die Voraussetzungen nicht sind, geht das Modellen nicht.

00:26:07: Man kriegt ja von vielen Müttern da im Netzwerk ganz schlimme Dinge mit.

00:26:11: Da bin ich auf die richtigen Leute gestoßen

00:26:15: Darf doch auch immer sein, oder?

00:26:17: Ist

00:26:17: darf

00:26:18: auch mal sein.

00:26:19: Ja genau und Jan hat seine Arbeit irgendwie noch versucht nochmal vier Wochen rauszuschlagen.

00:26:24: man könnte das mit der Beratung ja nochmal probieren.

00:26:26: und dann bin mir ehrlich gesagt auch so ein bisschen die Hutschnur geplatzt habe ich gesagt was jetzt in den letzten anderthalb Jahren nicht geklappt hat was soll dann in den nächsten vier wochen klappen?

00:26:34: ich sag.

00:26:35: Das

00:26:35: hilft niemanden!

00:26:37: Und dann hat er eine einstweilige Verfügung gemacht dass die Kinder sofort bei mir sind.

00:26:43: Sehr gut.

00:26:43: Also du lebst jetzt auch nach wie vor im Residenzmodell seitdem?

00:26:47: Genau, wir haben noch einen Jahr lang verschiedene Dinge ausprobiert.

00:26:53: Die Wochenenden sollte er jedes Zweite und dann unter der Woche noch ein Tag.

00:26:57: Das hat semi funktioniert.

00:27:00: die Wochenenden ja unter der Woche mal Ja-mal Nein.

00:27:03: Dann soll das irgendwie gar nicht sein.

00:27:06: Weil die Kinder halt... Das ist eigentlich bei uns das größte Die größte Herausforderung, dass die Kinder halt dermaßen auf die Spur gebracht worden sind.

00:27:16: Dass sie halt wahrscheinlich das was du vorhin gesagt hast so.

00:27:19: Die haben festgestellt, dass sie mehr Zeit mit Papa verbringen können und jetzt ist ihnen die Zeit praktisch wieder weggenommen worden.

00:27:25: Und das war jetzt eigentlich für mich die größte herausforderung meine Beziehungen zu den Kindern zu stärken weil die halt gegen mich geschlossen haben und sich eigentlich genötig gefühlt haben bei Mama zu sein obwohl sie ja eigentlich Papa sein wollen genau.

00:27:40: Und ja, dann haben wir noch mal unter der Woche was ausprobiert.

00:27:43: Das hat aber auch irgendwie nicht geklappt und die Kinder sind schon sehr enttäuscht von alledem.

00:27:49: Bleiben aber so bei dieser... das was sie halt laut sagen ist halt immer wieder dass sie eigentlich gerne beim Vater sein wollen genau.

00:28:00: Aber verstehen Sie, dass es nicht

00:28:03: geklappt hat?

00:28:04: Genau, das Gericht sieht das nichts.

00:28:05: Die Kindern wurde das auch erklärt.

00:28:09: Ich bin mir nicht sicher, ob die richtig zuhören konnten.

00:28:12: Also ich glaube dass sie auch inzwischen so belastet sind mit dem was ihre Wünsche und Enttäuschungen und Vorstellungen uns so betrifft und auch Möwe sind.

00:28:21: wir sind ja im Effekt jetzt seit zwei Jahren zugange bis es jetzt gerade mal dieses nur noch alle zwei Wochenenden gibt.

00:28:27: das ja dass die vielleicht im Fadenläufe verloren.

00:28:32: Aber so wie Sie gerade dastehen, dass es für sie eher schwierig ist, dass die jetzt belastet sind.

00:28:38: Ja genau, schon sehr

00:28:41: belastete.

00:28:43: Jetzt lass uns mal die Uhr noch einmal kurz zurückdrehen.

00:28:47: Hattest du vor knapp zwei anderthalb Jahren seitdem hast Du das Residenzmodell?

00:28:54: Zu welchem Zeitpunkt bist Du denn damals in den Club gekommen?

00:28:59: Kannst Du Dich noch erinnern... was dich damals in den Club geführt hat?

00:29:04: Also ich habe tatsächlich irgendwann angefangen, halt zu diesen Verhaltensweisen zu recherchieren.

00:29:11: Und wenn man dann natürlich so ein paar Knackpunkte eingibt, dann kommt man ziemlich schnell auch so Ideen, was da so dahinter stecken könnte.

00:29:20: und genau da bin ich irgendwann auf Instagram auf dein Profil gestoßen.

00:29:25: Genau!

00:29:27: Und was war das gerade für ein Zeitpunkt?

00:29:29: Die erste,

00:29:30: ja genau.

00:29:30: Ich glaube die Kinder waren da schon im Residenzmodell bei mir und dann bin ich, glaube ich, einen Monat später bin ich in den Club eingestiegen weil ich wusste, dass ist noch nicht das Ende der Fahnensteigen.

00:29:45: War auch nur eine einsweilige Verfügung plus Gutachten und dann habe ich gedacht so ne jetzt muss ihr irgendwie mal gucken, dass sie irgendwie nicht connect ist oder Unterstützung kriegt.

00:29:53: Jetzt kriegst du hier grad die volle Breitseite bei Gericht.

00:29:56: Das lässt sich nicht mehr eben regeln.

00:29:59: Genau, da bin ich dann eingestiegen.

00:30:01: Okay also weißt du noch wie du dich damals gefühlt hast?

00:30:06: Ich mein du hattest ja eigentlich gerade einen guten Lauf gehabt.

00:30:10: der Richter war auf deiner Seite die Berater die Du engagiert hattes Die haben auch Dir entsprechend Dich unterstützt!

00:30:22: Schon starken Rückhalt von den Experten des Helfer-Systems.

00:30:27: Aber wie hast du dich damals gefühlt, bevor du in den Club gekommen bist?

00:30:31: Wie ging es dir damals?

00:30:33: Mein größtes Problem bin ich dem Punkt tatsächlich dann wieder ein bisschen ich selber also mir ist unheimlich schwer gefallen aus den alten Mustern und an den alten Denkweisen auszusteigen Also immer wieder die Schuld wieder bei mir zu suchen Immer zu gucken ist das jetzt richtig gewesen?

00:30:49: was ich da erreicht habe mach ich es alles nur noch schlimmer.

00:30:52: Ist das, was die Kinder wollen?

00:30:54: Muss sich das machen, was diese Kinder wollen oder ist es gut wenn ich gerade nicht das mache, was sie Kinder

00:30:58: wollen?".

00:30:58: Also mein Kopf hat gerattert ohne Ende.

00:31:03: Ich habe auch tatsächlich als erstes davor hin in den Club gekommen bin eigentlich erstes das Excadema gebucht weil ich dachte dass ist eigentlich das was ich brauche dieses Loslösen wieder auf mich selber schauen was sind meine Werte Was ist eigentlich das, was mich ausmacht und wofür ich stehe?

00:31:21: Und weil da habe ich echt den Kontakt zu verloren.

00:31:24: Also das habe ich in der Zeit gemerkt, ich hab den Kontakt verloren und ich wollte eigentlich mehr Sicherheit für mich kriegen und auch dadurch wieder mehr Sicherheit die Kinder generieren.

00:31:35: Weil ich schon gemerkt habe dass er durch seinen Auftreten für die Kinder glaube ich trotzdem viel Sicherheit suggeriert hat Und ich war so ein kleiner unruhiger Fisch im Becken, mit dem ich so genau wusste wo rechts und links ist.

00:31:51: War völlig okay.

00:31:52: also ich bin da völlig im Rhein mit mir.

00:31:53: Ich glaube das gehört einfach zu dieser Zeit dazu.

00:31:55: Ich glaub keiner geht in so eine Trennung und hat doch einmal alles

00:31:59: sehr

00:32:00: hoch und es geht einfach nicht.

00:32:03: Also nach hinein weiß ich dass ich da echt auch lieb zu mir sein darf und das ist so, das gehört dazu.

00:32:10: aber mir hat das glaube ich tatsächlich geholfen dieses mit anderen Müttern, die es genauso geht in so einer krassen Situation.

00:32:17: Also ich kenne schon auch hier aus der Gegend Frauen, die getrennt sind aber keiner war in so eine krassen Situation und die konnten mir auch nicht helfen.

00:32:25: Die konnten mich bemitleiden und zu porten und mir die Hand halten um meine Tränen trocknen.

00:32:30: Aber okay, was mache ich jetzt?

00:32:32: Was sage ich jetzt oder wie reagiere ich

00:32:34: jetzt?".

00:32:36: Genau das ging ja dann alles schriftlich nur noch.

00:32:39: Wie arbeite ich schriftlig damit es nicht hochkocht, damit ich mich auch distanzieren kann.

00:32:45: Damit ich die Energieseile wie du das immer so schön sagst nicht aufnehme sondern einfach auch Grenzen setze?

00:32:50: und ja das war eigentlich so meine... also glaube ich mein Ding dass ich irgendwie gespürt habe ich brauche da was anderes.

00:32:59: Ich brauche mehr die Leute die im selben Boot sitzen.

00:33:04: Und wie lange bist du jetzt?

00:33:05: Im Club Set wann genau?

00:33:07: Also wir mal gerade überlegen

00:33:10: Bist du jetzt auch?

00:33:12: Ich habe eine andere Teil.

00:33:21: Wenn Du heute mal zurückguckst, wie Du vor anderthalb Jahren

00:33:25: warst

00:33:26: und wie Du heute da stehst... Wo ist da der Unterschied?

00:33:30: Welche Frau bist Du heute?

00:33:31: Wie würdest Du Dich heute beschreiben im Gegensatz zu damals?

00:33:35: Also ich bin wesentlich ruhiger Also ich lass mich überhaupt nicht mehr so schnell hoch pushen.

00:33:44: Ich weiß noch, wenn früher eine Nachricht kam dann war es direkt so und da musste ich mir Freundin anrufen und Sprachnachricht und genau was machen, was tun?

00:33:53: Und inzwischen

00:33:55: ja ist

00:33:56: mit dem Lächeln das vielleicht ein bisschen übertrieben aber vielleicht ein wenig schon dass man irgendwie die Nachricht sieht und denkt ahja ok jetzt kommt wieder etwas Man nimmt es nicht mehr so ernst oder man filtert besser raus, was davon ist jetzt.

00:34:11: Mit was will ich weiterarbeiten und was ist egal?

00:34:15: Also bin viel distanzierter davon.

00:34:18: Mir hat auch tatsächlich ein bisschen dieser Spruch geholfen wenn aus anderen so einen Geblubber rauskommt dann sagt das erstmal etwas über den Anderen aus und nicht über mich.

00:34:28: Das hat mir sehr geholften Und damit versuche ich eigentlich die Dinge gut zu lösen für mich.

00:34:36: Ein Stück Aufregung bleibt immer, wenn man sieht das dann eine Nachricht kommt also dass der Puls ein bisschen hoch geht.

00:34:43: aber ich weiß auch ich muss die da nicht sofort lesen.

00:34:45: Ich glaube es muss jetzt und dann muss ich antworten und dann zum Nächsten das nächste und das habe ich gar nicht mehr.

00:34:55: Alles in Ruhe alles durchdenken vielleicht noch mal mit jemandem drüber sprechen nochmal dreimal neuschreiben.

00:35:01: Egal, kann man alles machen aber kein Stress.

00:35:05: Sag mal

00:35:06: auch so wie lief das denn damals in der Arbeit?

00:35:09: Du hast es ja damals auch schon vor der Trennung wieder Teilzeit gearbeitet oder

00:35:13: was?

00:35:13: Ja genau.

00:35:14: und wie war das mit der Arbeit, mit deinem Job während der Trenchung und während dieser ersten Phase?

00:35:24: Ja schwierig!

00:35:27: Hatte du Verständnis?

00:35:29: Hattest du damals mit deinem Arbeitgeber und Chef darüber gesprochen, was dann lief?

00:35:33: Genau.

00:35:34: Vielleicht

00:35:35: im Detail aber...

00:35:36: Ja genau!

00:35:37: Das war tatsächlich so dass ich das offen gemacht habe für den Team Und ich hatte es schon mal angedeutet Tatsächlich eher in die Richtung.

00:35:47: Ich glaube meinem Mann geht es psychisch nicht gut.

00:35:49: Ich weiß nicht was da noch kommt.

00:35:52: Das war schonmal so In der Ehe schonmal eine Vorahnung Irgendwie ist der psychische nicht gut zurecht Genau.

00:35:59: Und dann kam das mit der Trennung und super verständnisvoll auf jeden Fall, also die haben mich sportet ohne Ende.

00:36:05: Die haben mir Freiräume geschaffen, die haben meine Krankheitstage aufgefangen auch meine Chefin.

00:36:11: ich muss sagen, ich arbeite noch mal rein Frauen-Team mit Chefin alle sehr sozial eingestellt und ja, die habe ich alles supportiert und auch als sie Krankheitstage überhand genommen haben gab es da kein Stress drum Es war alles erklärbar.

00:36:29: Sie wussten nicht, ich war immer offen und transparent damit, warum die Dinge so waren und warum ich auch fehle.

00:36:35: Ich glaube das ist gut angekommen.

00:36:36: tatsächlich, dass ich da auch geöffnet habe ein Stück weit.

00:36:43: Natürlich im Rahmen, aber ein Stück weit schon.

00:36:45: Und genau konnte dann auch mal in Kurv fahren und so was.

00:36:49: also es war alles super.

00:36:50: Also das ist sicherlich, es hängt sicherlich vom Arbeitgeber ab.

00:36:54: ja

00:36:54: ich finde das ist gut wenn man so ein gutes vertrauensvolles Umfeld hat dass man auch darüber sprechen kann und sagen kann hier im Moment läuft bei mir zu Hause einiges schräg eine ordentliche Portion Verständnis.

00:37:13: Ich versuche gerade hier durchzulavieren, aber es ist gut möglich dass ich denn ein oder anderen Ball fallen lasse oder ich kann jetzt keine zusätzlichen Aufgaben übernehmen.

00:37:23: Wie hat sich das denn heute entwickelt?

00:37:26: Ist das heute anders?

00:37:28: Hat sich deine Veränderung die du jetzt selber vorhin beschrieben hast, dass du ruhiger und gelassener auch mit den Tiraden umgehst oder mit den Aktionen deines Ex?

00:37:40: Merkst du das auch an der Arbeitsstelle, dass du jetzt anders arbeitest, konzentrierter oder wie auch immer?

00:37:46: hat sich da was verändert?

00:37:51: Also auf jeden Fall genau.

00:37:53: Ich glaube schon, dass ich da auch ruhiger bin und mich dann nicht so schnell ins Boxhorn jagen lasse wenn man einer laut wird.

00:38:01: Das auf jeden fall, das merke ich.

00:38:05: Konzentrierer ist... ... so ein Pump, wo ich irgendwie noch ein bisschen grad dran zu tun habe.

00:38:12: Also das merkt, dass... Ich glaub weil einfach der Stress-Double die letzten zwei drei Jahre ja permanent so hoch war bis mein Körper noch nicht wieder ganz runter.

00:38:21: Okay also das Nervensystem hat sich noch nicht so zu hundert Prozent regulärt?

00:38:24: Genau!

00:38:25: Das ist noch, das merk' ich immer wieder.

00:38:27: und gerade in so Situationen wo ich merke es kommen mehrere Aufgaben auf mich zu Dann kriege ich das ganz schlecht fokussiert.

00:38:34: So, dann muss sich mich wirklich sehr irgendwie... Entweder mache ich da ganz was anderes oder?

00:38:40: Aber da muss ich mich sehr konzentrieren tatsächlich, dass ich das gut zusammenkriege.

00:38:44: Da merke ich, da brauche ich mein ganzes System noch ein bisschen Zeit um wieder so richtig in eine gute Konzentration zu kommen auch auf der Arbeit.

00:38:53: Okay aber wenigstens du hast es, du siehst es!

00:38:57: Du bist dir dessen bewusst und das ist ja schon mal ein ganz wichtiger Faktor, sodass du da auch entsprechend immer schauen kannst was dir dafür Angebote über den Weg gehen laufen wo du entsprechend gucken kannst wie du dir da gut tun kannst.

00:39:16: Aber so jetzt auch vom Arbeitsumfeld her.

00:39:21: das Team selber Das ist stark und fest nach wie vor.

00:39:27: Ja,

00:39:28: sehr gut.

00:39:28: Also das ist dir nicht nachteilig ausgelegt worden.

00:39:31: nach der Zeit, nach der ersten Gut?

00:39:33: Überhaupt gar nicht.

00:39:34: Das ist so wichtig.

00:39:35: Wir sind wirklich entgegengekommen und haben ja auch Homeoffice ermöglicht.

00:39:39: Ach,

00:39:41: Klasse!

00:39:43: Da gibt es sicherlich noch einiges zu tun.

00:39:46: Aber es ist wichtig dass die Unternehmen das auch unterstützen.

00:39:51: Ja.

00:39:52: Jetzt, wenn du dir anschaust... jetzt lass uns mal nochmal auf die Kinder zu sprechen kommen.

00:39:58: Du hattest ja dann auch am Anfang gesagt dass die Kinder das gerade auch als es zum Resilienzmodell wieder ging, dass sie das dann am Anfang nicht so verknusst haben und du bist in der Zwischenzeit ruhiger geworden.

00:40:18: Hat sich jetzt so wie du dich verändert hast, hat sich das auch auf die Mädchen ausgewirkt?

00:40:25: Wie ist jetzt aktuell dabei euch.

00:40:27: Wie würdest du die Beziehung zu deinen Mädchen beschreiben?

00:40:32: Eigentlich tatsächlich ziemlich gut.

00:40:34: Also glaube nicht dass wir auf dem Stand sind vor der Trennung weil es einfach immer noch auch Themen gibt um die wir alle ein bisschen drum herum spazieren weil keiner so richtig weiß wie man darüber sprechen kann.

00:40:47: Hast du eine Idee,

00:40:47: was für Themen das sind?

00:40:50: Ja

00:40:50: ich glaube es sind halt speziell so Themen die einfach diese Situation zwischen dem Vater mir und den Kindern beschreibt wo Dinge gelaufen sind die der Vater erklärt hat.

00:41:00: Ich habe sie aber nicht erklärt und Sie haben die Meinung vom Vater übernommen.

00:41:04: und ja wo sie glaube ich so merken dass ist alles nicht so ganz sauber eigentlich die Wahrheit auch nicht so richtig hören wollen.

00:41:12: Ich glaube, sie sind noch nicht an diesem Punkt, die Fragen noch nicht viel.

00:41:17: Dann sind die ja auch noch nicht soweit?

00:41:18: Also

00:41:19: ich sage

00:41:21: ja auch immer wenn das Kind reif ist für die Frage dann ist es auch reif für die Antwort.

00:41:26: Genau.

00:41:27: Die Jüngere ist da ein bisschen forscher tatsächlich und die traut sich ein bisschen mehr.

00:41:33: Die Große macht tatsächlich dicht.

00:41:36: Sie will über diese Sachen gar nicht reden genau.

00:41:40: Ja, steckt da so am meisten drin eigentlich.

00:41:46: Also unser Alltag hier läuft super!

00:41:47: Es ist halt tatsächlich diese komische

00:41:51: Gefühl

00:41:51: das man dann hat, dass kommt immer in Verbindung mit Themen die mit der Trennung, mit Papa und Absprache zu tun haben.

00:42:01: Dann wird es immer.

00:42:01: dann merkt man okay die Anspannung steigt So bei den Mädels auch.

00:42:06: Und das ist so eigentlich die nächste Challenge, da haben mich jetzt mit angefangen, dass auch immer ruhiger zu kommunizieren und zu sagen, na ja dann kläre ich das.

00:42:16: Ich schreibe einfach...und das schreib' ich da rein!

00:42:19: Das habe ich selber auch meine Emotionalität komplett rauszunehmen und es einfach als so ein sachliches Ding auch den Kindern zu unterbreiten.

00:42:28: Da sind wir jetzt gerade in der Übungsphase für dich überhaupt

00:42:30: auf.

00:42:31: Ja sehr gut Aber

00:42:33: dieses ganz normale Alltagsding, das läuft hier wirklich gut.

00:42:36: Also meine Angst eigentlich für die Kinder verlieren und ich hätte irgendwie würde meine Bindung auch zu den Kindern aufs Spiel setzen... Das hat sich tatsächlich überhaupt nicht bewahrheitet!

00:42:46: Und das ist alles richtig gut.

00:42:50: Sehr schön.

00:42:52: Wenn du jetzt auch so an die erste Zeit im Club, wenn du da mal zurück denkst Was war das Erste, was dir direkt geholfen hat?

00:43:03: Wenn du mal guckst und vielleicht dich daran erinnerst so die ersten ein zwei drei Monate.

00:43:10: Was war damals der Punkt wo du gesagt hast ja das tut mir jetzt gut und ich weiß dass es die richtige Entscheidung war in den Club zu gehen.

00:43:23: Also auf jeden Fall fand ich dann also finde ich den Austausch gut.

00:43:28: Und wenn es nur so dumm für Fragen sind, wie macht ihr das mit Handyzeiten?

00:43:34: Oder welche Klamotten gehen von rechts nach links?

00:43:37: und darf ich dem Kind sagen diese Klamoten bleiben hier oder ist das für das Kind nicht gut wenn man das sagt.

00:43:43: Oder ist es für mich aber vielleicht gut wenn ich sage oder also auch so ein bisschen die Grenzen zu finden irgendwie ja wirklich aufs Kind zu gucken und sich darauf zu konzentrieren, dass man da die Ballons findet.

00:43:58: Und mir hat auch am Anfang geholfen glaube ich ganz viele Geschichten von anderen zu lesen.

00:44:04: also dieses Gefühl von Ich bin nicht der einzige der das passiert.

00:44:09: Das war für mich der größte Gewinn Auch wenn manche Geschichten noch schlimmer sind als meine weil ich das Glück hatte ein gutes Netzwerk zu ...erwischt zu haben, sag ich jetzt mal.

00:44:23: Ja aber trotzdem so dieses... sowas geht da eigentlich ab oder Verhaltensweisen geschildert zu bekommen wo man denkt ja das kenne ich und warum kennst du es eigentlich auch?

00:44:34: Also das ist genau.

00:44:36: also das war glaube ich so ein dieses ...ja sich nicht mehr so alleine zu fühlen.

00:44:42: Und dann wirklich von den anderen auch zu hören irgendwie so du schaffst das oder auch von welchen die schon länger dabei sind.

00:44:47: Mir sind auch so Ergangen macht dich nicht verrückt.

00:44:50: Also auch nicht so dieses, ja irgendwann wird alles besser, so glossbemäßig sondern wirklich so war das bei mir und das dauert, nehmt die Zeit und mache einen Schritt nach dem nächsten und man wird da auch nicht verurteilt für nix so.

00:45:05: Auch wenn man mal was falsch gemacht hat und eine sagt sehr herz vielleicht war das jetzt nicht so klug versuchts mal nächstes Mal sowas dann macht man es halt nächstes mal anders.

00:45:15: Ja.

00:45:15: Du, ich denke halt auch jetzt auf wenn man so sich vergleicht... Ich sag ja auch immer man soll sich nicht mit den anderen vergleichen weil man kann immer nur mit sich selbst vergleiche also den eigenen Weg den man gehen muss.

00:45:31: und du hattest jetzt halt gesehen es gibt Geschichten die sind krasser Und die sind durchaus schlimmer.

00:45:39: Die manche Mütter haben halt schlimmere Erfahrungen gemacht, weil auch der Ex eine ganz andere topsischere Persönlichkeitsstruktur haben kann als deiner.

00:45:50: Aber weißt du was dann als Benefit daraus hervorgeht?

00:45:55: Dass man dann durchaus sehr viel dankbarer für das sein kann und jede Mutter findet letztendlich etwas, was sie hat!

00:46:05: Was gut ist, ein Benefit, den eine andere Mutter nicht hat und dann ist halt das Gefühl der Dankbarkeit da.

00:46:13: Und dann kann man auch wirklich mal zu den Menschen hingehen und sagen ich bin so dankbar dass sie mir das damals gesagt haben oder Ich bin so Dankbar dass du mir jetzt die Kinder abnimmst einmal den halben Tag nach der Verhandlung damit ich durchschnaufen kann damit ich wieder regulieren kann.

00:46:33: Ich bin dankbar, dass du da bist oder auch zur Chefin zu gehen oder zum Team und zu sagen, ich bin dankba für eure Unterstützung in dieser schwierigen Zeit für mich.

00:46:42: das hat mir wirklich viel bedeutet.

00:46:46: ja also das ist halt dann wirklich etwas man sagen kann okay wenn ich eine Geschichte höre wie Frauen sich nicht trauen im Unternehmen was zu sagen oder gar gekündigt werden weil sie ständig krank sein müssen oder Gerichtsverhandlungen haben.

00:47:03: Oder keine Eltern in der Nähe haben, die sie um die Kinder kümmern können wenn es hoch hergeht.

00:47:09: Also man nimmt das wahr und sieht auf einmal wie gut habe ich es dass diese Person in meinem Leben ist?

00:47:20: Oder dass ich diese Beraterin habe oder diesen Verfahrensbeistand oder diesen Richter und diese Anwältin.

00:47:29: Also es ist immer wieder unglaublich spannend, wenn man sich so in dieser Gemeinschaft dann auch erkennt.

00:47:40: Und wenn man sehen kann okay... Es gibt tatsächlich viele, viele

00:47:45: Frauen

00:47:47: die in einer ähnlichen Situation sind wie ich und doch sehr verschieden in den Ausprägungen.

00:47:58: Und ja, es ist eine sehr individuelle Reise.

00:48:01: Ja genau, also das kriegt man natürlich auch mit, dass er sehr individuell ist weil jeder hat natürlich ganz andere Voraussetzungen und Umwelt und alles was drum herum ist und jeder hat auch eine andere Idee dazu.

00:48:13: als im Endeffekt wenn man da mal eine Frage stellt oder irgendwas bittet oder mal schaut irgendwie man kriegt ja oft unterschiedliche Meinungen also man wird ja doch immer auf sich zurückgeworfen und muss dann für gute und passende Entscheidungen treffen.

00:48:27: Und das ist aber auch so wichtig, dass man nicht einfach was übernimmt.

00:48:31: Sondern ich glaube auch so dieses muss zu mir passen.

00:48:34: Das, was ich jetzt daraus mache, das muss zu mehr passen weil sonst ist es nicht authentisch.

00:48:39: Das habe ich glaube ich auch gelernt in der letzten Zeit.

00:48:42: also ja.

00:48:44: Nicht gute Ratschläge nicht so einfach anzunehmen sage ich jetzt mal sondern einfach wirklich zu gucken.

00:48:50: Ich würde doch so nie sagen zu meinen Kindern war das für mich nicht danach an, aber die Idee finde ich gut.

00:48:57: Also was würde zu mir passen?

00:48:59: Das

00:49:00: finde ich jetzt... Ja und ich denke halt auch du hast so ein gutes Bauchgefühl Du hörst ja deiner inneren Stimme auch schon zu.

00:49:10: Ja also ich meine das hat dich ja auch schon gerettet in dieser ersten Trennungsphase.

00:49:19: Und diese Stimme der du jetzt mehr und mehr zuhörst, die dich da schon gerettet hat.

00:49:25: Der darfst du definitiv vertrauen.

00:49:29: Und wenn du dann merkst, okay, du kriegst ganz viele Tipps und Ideen... Dann sind das Ideen!

00:49:34: Ja

00:49:35: genau.

00:49:36: Also

00:49:37: mein Ex-Mann, nicht der Vater meines Kindes, aber ein Ex-Man, weil er Ausländer ist, der hatte immer gesagt ich schenk dir eine Idee

00:49:48: Ja.

00:49:49: Und ich fand diesen Ausdruck total schön und ich sehe das auch so, eine Idee ist ein Geschenk.

00:49:56: Ob du es allerdings annimmst oder dann auch eventuell vielleicht gleich weiter verschenkst?

00:50:00: Das bleibt dir überlassen!

00:50:03: Und so dürfen wir's mit Rad schlägen... Und Tipps durchaus machen.

00:50:08: Was bei der einen Mutter ein Super-Tipp ist, heißt noch lange nicht das es bei der zweiten Mutter funktioniert und deshalb braucht's halt dieses Bauchgefühl.

00:50:16: ja und das ist bei dem super ausgeprägt.

00:50:18: also wenn es da in diesem krassen Kontext damals gleich nach der Trennung so gut funktioniert hat ey du dann hast du so eine super Draht zu deinem inneren Weisheit.

00:50:33: Das ist, das ist super.

00:50:35: Ja

00:50:35: es hat mir schon ein bisschen den Arsch gerettet.

00:50:37: und ich glaube was der zweite Punkt ist was mir echt den Arsch gerettete habe ich hab irgendwie sofortes Gefühl gehabt ich muss das alles erzählen Ich habe überhaupt nichts in mich rein und dachte ich muss es mit mir selber ausmachen.

00:50:46: ich habe sofort Freunde angerufen.

00:50:50: Also das mache ich auch tatsächlich bis heute.

00:50:52: Und die haben immer alle zwei Wochen, wenn ich wieder ins Haus kam, wo wir noch im Wechselmodell waren, haben sie erst mal darauf gewartet, dass die Sitcom weitergeht weil ich dann immer erstmal eine Stunde Sprachmache geschickt habe auf was ich getroffen bin und was da für Zustände sind und alles so.

00:51:06: also dieses nach außen gehen wirklich... Das war für mich auch glaube ich überlebenswichtig das nicht irgendwie zu behalten sondern wirklich Leute zu finden denen ich sagen kann und die es auch aushalten können.

00:51:18: Wenn man mehrere Freunde hat, dann kann man das ein bisschen verteilen.

00:51:22: Sehr gut!

00:51:22: Dann kriegt nicht eine alles mit.

00:51:24: Hast du den eigentlich aus dem Club auch Frauen persönlich kennengelernt?

00:51:29: Ja, mit einer bin ich jetzt am Wochenende verabredet.

00:51:32: Da versuchen wir gerade rauszufinden ob Samstag oder Sonntag wird genau.

00:51:36: Wir treffen uns so unregelmäßig alle paar Wochen mal.

00:51:39: Genau.

00:51:40: Wir haben auch schon einmal versucht hier in der Ecke.

00:51:43: Haben wir uns auch schonmal einmal mit so fünf sechs Frauen getroffen?

00:51:48: Ja, genau.

00:51:49: Also das ist auf jeden Fall auch total schön und total wertschätzend.

00:51:53: einfach lang spazieren gemacht was gegessen und so.

00:51:58: Auch über die schönen Dinge unterhalten oder mal überlegt bei welcher Single Börse man nicht anmelden kann Ja, toll.

00:52:03: Die Auffahrtsmusik ist dann einfach

00:52:07: ... Ah, klasse!

00:52:08: Nee, das ist super.

00:52:10: Das ist auch eines meiner Ziele, was ich mit dem Klub verfolge, dass ihr euch untereinander vernetzt und Freundschaften entstehen die aus so einer Zeit heraus weiter erstarken und bestehen bleiben.

00:52:26: Sag mal so, wenn du jetzt noch einmal zurückschaust, was glaubst du?

00:52:30: für welchen Typ Frau oder Mutter?

00:52:34: mit einem toxischen Ex wäre denn der Club geeignet?

00:52:41: Was glaubst du?

00:52:46: Ich glaube für alles.

00:52:49: Also ich finde, was sehr ausgeprägt ist im Klub sind eigentlich die Ex also die Männer, die sehr nach außen dringen und sich selber so toll finden und dieses haben.

00:53:00: und keiner ist schöner und besser und größer und toller als ich.

00:53:04: Meiner ist ja eher so die verdeckte Variante Sag ich mal, aber das kristallisiert sich auch immer mehr raus.

00:53:13: Je mehr man irgendwie auch erzählt oder fragt, da finden sich auch Immer-Frauen die diesen Typ so haben finde ich weil es eine ganz andere Art von... Die sind vielleicht nicht so um die Präsent sag' ich jetzt mal also überall und stehen über alles Aber sie sind so aus dem Hinterhalt.

00:53:32: Und ja dass ist auch richtig richtig richtig dies und anstrengend.

00:53:37: Man kann es ja sowieso nicht vergleichen, was ist fieser und was nicht.

00:53:41: Darum geht's ja auch gar nicht.

00:53:42: Aber ich glaube jeder der irgendwie mit einem Mann zu tun hat, wo man merkt das ist einfach nicht gesund und nicht richtig dann kann man da auch connecten.

00:53:52: Genau letztendlich gehts hier immer darum welches Verhalten dieser Mann dann zeigt nach der Trennung inwiefern er wertschätzend rücksichtsvoll und halt auch tatsächlich das Kindesbohl ins Zentrum stellt oder einfach nur seine eigenen Interessen.

00:54:11: Und da gibt es die offensiven, aggressiven hochtoxischen Persönlichkeiten diese Teufel und die verdeckten die erstmal auf den ersten Blick total normal und freundlich und sachlich bleiben Und aber im Hintergrund trotzdem an erster Linie sich selbst aufs Podest stellen und es um ihre eigene Sache gehen muss.

00:54:42: Mir ist natürlich auch im Club sehr wichtig, dass es dort gerade nicht um den Ex geht.

00:54:47: Aber ich habe auch natürlich... Ich höre aus seinen Sätzen heraus das es für die Mamas wichtig ist, dass man sich da wiedererkennt.

00:54:55: was hat deiner jetzt gemacht?

00:54:57: Was meiner gemacht hat?

00:54:59: Aber das Ziel ist, dass mit zumindest immer meine Stimme im Hinterkopf hat.

00:55:03: Wenn ich dann sage, Fokus auf dich und nicht auf ihn!

00:55:07: Was er macht, tut, denkt, muss uns egal werden.

00:55:11: Weil da ist dann tatsächlich dieses ... Wie du das anfangs gesagt hast, dieses fast schon lächeln, ja?

00:55:18: Da kommt wieder was.

00:55:20: Und dieses... Ich sag eher mal so einen Achselzucken.

00:55:23: Der ist mir jetzt egal.

00:55:24: also Achselzuggen Da muss man gar nicht großartig weder lächeln, noch weinen.

00:55:30: Aber so dieses... da ist schon wieder was.

00:55:36: Begeisterung.

00:55:39: Und dann gibt es ja auch immer Höhen und Tiefen.

00:55:41: Da steckt man das besser weg.

00:55:43: Man ist ja dann auch nicht auf einmal geheilt irgendwie.

00:55:47: Es steckt einem trotzdem in den Knochen.

00:55:51: Manchmal kommt's halt auch mal durch aber diese Grundstimmung ist einfach eine ganz andere.

00:55:55: Ja, du bist auf einem Level.

00:55:59: Man kann sozusagen sagen man hat so ein Base-Level an einer Emotion und wenn man jetzt so im Alltag dieses Base-level immer wieder mal nach oben verschiebt und da ein anderes Base- Level hat es gibt halt immer die Möglichkeit nochmal höher zu kommen oder das Base-Level nochmal zu verschieben.

00:56:15: Aber das ist schon auf jeden Fall besser als noch vor der Trennung, nach der Trenchung, wenn es dann noch weiter runtergeht und man dann so auf einem Medium ist wo man denkt, da ist noch Potenzial nach oben.

00:56:30: aber ich bin schon sehr zufrieden da wo ich jetzt gerade stehe.

00:56:36: Was steht denn jetzt für dich?

00:56:41: Wenn du dir jetzt anguckst, wir hatten vorhin mal darüber gesprochen.

00:56:43: Das Nervensystem darf noch mehr reguliert werden?

00:56:49: Das hast du so im Blick.

00:56:51: Gibt es sonst noch ein Bereich wo du sagst das ist etwas da möchte ich mich weiterentwickeln.

00:56:58: also nur einen Bereich da spüre ich hin und wieder meine Grenzen und dann möchte ich die Grenzen eigentlich auch noch ein bisschen verschieben.

00:57:06: Ja, ich glaube es ist tatsächlich dass ich immer noch so ein ganz leichtes emotionales Band habe.

00:57:15: Ich möchte das auch gar nicht.

00:57:17: Also mein Kopf ist da schon weiter als mein Gefühl.

00:57:20: Das möchte ich gerne noch ein bisschen weiterkappen.

00:57:22: tatsächlich also dieses Verletztsein von dem wie er jetzt lebt und was irgendwie alles möglich ist und was vorher nie möglich war.

00:57:33: Da kann ich nur nicht so richtig aussteigen, das trifft mich immer noch sehr.

00:57:39: Dafür ist es aber ehrlich

00:57:40: gesagt noch ein bisschen zu frisch?

00:57:41: Genau!

00:57:42: Ich glaube

00:57:42: auch noch mehr Zeit.

00:57:44: Ja genau, ich lasse mich da aber auch ganz gut begleiten und habe mir auch eine Begleitung geholt für mich weil ich gemerkt habe dass tut mir gut das immer wieder so ein bisschen nachzudenken.

00:57:56: Genau, also das steht auf jeden Fall auch noch so an da noch mehr los zu lassen.

00:58:00: Diese Verletztheit noch mehr gehen zu lassen und eine Karteikarte mit Akzeptanz an meiner Tür hängen.

00:58:07: Das ist auch so ein Schritt, glaube ich genau.

00:58:10: Sie sagen so sind sowieso sie sind und ja oder natürlich alle Verfahren jetzt irgendwie möglichst bald mal abzuschließen hier noch in den letzten Fahrwassern dümpeln.

00:58:23: Was steht da jetzt aktuell noch an?

00:58:26: Die Scheidung steht noch an.

00:58:29: Genau, Unterhalt ist jetzt geschlossen tatsächlich.

00:58:32: Das ist jetzt durch das muss ich auch alles erkämpfen.

00:58:36: Da ist auch nichts freiwillig gekommen.

00:58:39: und genau, obwohl der echt cooler hat.

00:58:44: Ist es immer so, dass Geld ist halt die Energie Ja, und das wundert mich jetzt nicht.

00:58:52: Deshalb war ich auch vorhin so skeptisch als du wegen dem Wechselmodell weil er will da unbedingt ein guter Papa sein.

00:58:59: also wenn jemand so gleich von Anfang an aus einem Lamengenzettel mal lass uns hier mal das Wechsel-Modell machen dann denke ich es geht immer darum den Unterhalt zu drücken.

00:59:10: Wo ist denn ihm auch um das eigene Ansehen in der Familie?

00:59:14: Also es ging jetzt nicht darum, dass es den Kindern gut geht.

00:59:16: Aber es ging auch um das Ansehen in der Familie, dass er als guter Papa dasteht.

00:59:19: Vielleicht so eher in der Richtung?

00:59:24: Ja genau und dann mit den Kindern, das ist auch noch nicht ganz durch da läuft irgendwie gerade noch eine Beschwerde vom OLG, der aber nicht so viel zugerechnet wird.

00:59:34: Und das Gutachten hast du auch schon überstanden?

00:59:37: Gutacht habe ich überbestanden ja.

00:59:42: Das macht auch einiges mit einer Mutter.

00:59:46: Ja, es ist sehr aufregend auf jeden Fall, weil man weiß ja nicht was da geschrieben steht aber auch da haben die Leute professionell gearbeitet.

00:59:57: Ach wie gut!

01:00:00: Das ist wirklich auch gut zu wissen und zu hören dass es auch anders laufen kann als die ganzen Horror Stories die wir sonst zu hören

01:00:07: bekommen.

01:00:09: also von daher das passt dann wirklich.

01:00:13: Und die Kinder haben sich jetzt mit dem Residenzmodell einigermaßen arrangiert.

01:00:19: Ja, doch im Inneren schon ich glaube nach außen transportieren sie gerne was anderes vielleicht weil es auch die Erwartung ist.

01:00:25: aber das was ich spüre und erlebe ist hier gut und ruhig und gesettet und alle sind eigentlich im Einklang witzig selbst.

01:00:35: und ja der Stress ploppt nur auf wenn das Außen dazukommt und Erwartungen erfüllt werden wollen, sag ich jetzt mal so.

01:00:48: Ja also Schapo, Maria Schapo.

01:00:53: Also ich finde das was du jetzt beschrieben hast deine Geschichte auch dieses Wahnsinns Beispiel deines Bauchgefühls um wie du dem gefolgt bist, wie du den nachgegangen bist und da nicht dass es wirklich dann auch ganz klar eine Grenze gezogen hast.

01:01:13: Das ist schon inner, also wirklich, wirklich fantastisch!

01:01:19: Ich bin da zächtlich sehr begeistert davon.

01:01:22: und wenn du jetzt heute mal zurück guckst und du würdest heute eine Frau treffen die genau dasteht wo du damals warst bevor du in den Club gekommen bist ja was würdest du dieser Frau sagen?

01:01:38: Tiefdurchatmen gerne auch fünfmal und sich auf jeden Fall Hilfe und Unterstützung holen.

01:01:47: Ich glaube alleine muss man das nicht schaffen, braucht man es nicht schaffen und sollte man das gar nicht schaffen?

01:01:53: Das ist eine Lebenskrise!

01:01:55: Das ist ne krasse Herausforderung die kein anderer Mensch der das nicht mitgemacht hat glaub ich verstehen kann wenn man mit so einem Menschen zu tun hat und man dicht am Boden egal, wo.

01:02:07: Ob man zur Therapie geht, zur Beratung geht, ob man seinen Freundeskreis einbildet, anwendet und den Club der mutigen Mütter geht.

01:02:14: Also am besten von allen etwas.

01:02:18: Das ist

01:02:18: einmal das ganze Programm.

01:02:19: Man kann nicht in die

01:02:20: Unterstützung gehen.

01:02:21: Ja einfach ins Außen gehen und sich unterstützen zu holen macht es nicht mit euch selber aus.

01:02:28: Also klar, vielleicht kann man das schaffen.

01:02:30: Aber es muss man überhaupt nicht und man kommt viel besser und viel stärker durch wenn man sich wirklich die Hilfe holt und die auch annimmt.

01:02:39: Genau und weißt du was Maria?

01:02:41: Ich glaube auch ich wage zu behaupten dass es alleine nicht geht.

01:02:46: Es glaubts auch ja!

01:02:48: Ich

01:02:48: glaube nicht daran.

01:02:50: Der

01:02:51: Leidensweg wird einfach viel viel länger dauern Ja.

01:02:56: Und wird viel intensiver und wird größeren Narben bringen?

01:03:00: Ja, man verliert vielleicht auch viel.

01:03:02: Ich weiß nicht ob ich mit all der Unterstützung das geschafft hätte in der Situation auch an den Kindern festzuhalten.

01:03:06: Es gab viele Punkte, an denen ich auch hätte ausstregen können und sagen können okay dann mach's halt wenn die Kinder das wollen, wenn du das willst, dann mach es halt.

01:03:13: Dann bin ich raus.

01:03:14: aber die Konsequenz daraus... Das war mir klar wird eine ganz andere Seine.

01:03:19: deswegen genau dass man braucht die Unterstützung damit man am Ball bleibt und damit man nicht aufgibt

01:03:26: Ja, und ganz wichtig ist halt auch so lange zu suchen bis man sich mit der Unterstützung wirklich wohlfühlt.

01:03:33: Also jetzt nur einfach Unterstützung um die Unterstützung willen damit das Label-Unterstützung drauf ist.

01:03:38: aber wenn

01:03:38: wir zum Beispiel an ein Therapeutengerät oder die beste Freundin zwar da ist und auch immer ans Telefon geht aber Man fühlt sich nicht wohl damit

01:03:50: ja

01:03:51: dann muss man weitersuchen.

01:03:53: Ja, genau.

01:03:54: Es

01:03:55: ist genauso wie mit dem Rechtsanwalt nur weil man einen Rechtsanwald hat der Familienrecht auf einem Schild draufstehen hat heißt ja noch lange nicht dass er wirklich dann auch zu einem selbst passt.

01:04:06: Also da darf man ruhig das Beste für sich heraus suchen und so lange weiter suchen bis tatsächlich das Kernunterstützerteam IAA dasteht.

01:04:20: Auf jeden Fall!

01:04:21: Das ist auf jeden Fall wert.

01:04:23: Ja, das kriegt einen.

01:04:25: Wunderbar!

01:04:26: Maria was steht jetzt als nächstes an?

01:04:31: Was sind die nächsten Pläne?

01:04:34: Wie geht es jetzt weiter bei dir?

01:04:37: Erstmal steht Urlaub an.

01:04:40: Genau, sind Sommerferien und ich weiß nicht... Ich habe eigentlich gar nicht so konkrete Plänen.

01:04:45: Ich fühle mich auf einem guten Weg tatsächlich.

01:04:49: Es ist auch so dass ich jetzt langsam anfange mal nach rechts und links zu gucken Ob es da nicht doch noch irgendwie mich jemandes gescheitest auf dieser Welt gibt?

01:04:57: Gibt es.

01:04:59: Genau, ich weiß nur was diese Leute gibt und ja aber dann bin ich auch tatsächlich eher... Ich bin eigentlich ganz zufrieden gerade so wie's ist und dass ich mich mit dem beschäftige wie jetzt auch gerade noch irgendwie unterwegs bin.

01:05:12: dafür brauche ich auch noch ein bisschen Zeit und Energie.

01:05:15: Ich bin da gar nicht so ganz heiß hinterher.

01:05:17: Es wäre so vielleicht ich kann mal so ein bisschen um die Ecken und muss nicht.

01:05:22: wenn es ist, dann ist auch schön und dann probiere ich mal aus was sich da auch wieder so auch zulassen kann.

01:05:27: Man ist ja auch ein bisschen vorgeschädigt, sag' ich jetzt mal.

01:05:31: Da muss man sich auch wieder lang... Also ich hab das Gefühl, ich muss mich sehr langsam ran tasten dann auch

01:05:35: wieder.

01:05:35: Ist es halt einfach tatsächlich eine neue Lernaufgabe?

01:05:38: Ja genau!

01:05:39: Weil wenn man die Beziehung nur von einer Seite kennt, der toxischen Beziehungen Ist das ja nichts, was du in eine empathische liebevolle Beziehung unbedingt eins zu eins übertragen kannst?

01:05:54: Das heißt da gibt es ein neues Entwicklungsfeld.

01:05:57: Ja genau so fühlt sich das tatsächlich auch an wie so einen Neuanfang.

01:06:02: Man ist nicht mehr so aufgeregt wie mit sechzehn vielleicht aber man hat schon viele Fragen im Kopf wie was funktionieren kann oder wie das wohl wird.

01:06:09: und ich bin noch ganz entspannt habe kein Stress oder keinen Druck kein Inneres.

01:06:16: ich muss und genau.

01:06:19: Schön, schön!

01:06:21: Ja wunderbar Maria dann... Ich wünsch dir auf jeden Fall das Allerallerbeste.

01:06:27: Wir sehen und hören uns ja dann sowieso wieder im Club.

01:06:32: Und ja dann viel lieben Dank dafür für deine Stimme, für deine Geschichte die du hier mit mir und all den anderen Zuhörern und anderen Mamas geteilt hast.

01:06:45: Und ja, ich wünsch dir ganz viel Erfolg und dass dein Leben sich genauso entwickelt wie du dir das wünscht.

01:06:58: Danke, danke!

01:07:01: Gerne.

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